Corona-Hilfe für Ärzte: 3 Schritte, mit denen Ärzte ihre Praxis wirtschaftlich schützen

Stand: 10. April 2020

Die Corona-Krise hält Deutschlands Arztpraxen in Atem. Fernab von der bedrohlichen medizinischen Lage stehen auch wirtschaftliche Existenzen von niedergelassenen Medizinern auf dem Spiel. Auf dieser Seite finden Sie unsere aktuellen Schritte, um unsere ärztlichen Mandanten wirtschaftlich vor der Corona-Krise zu schützen.

1. Liquidität der Arztpraxis dank Stundungsanträgen und Finanzierungen

Wir beantragen beim zuständigen Finanzamt des Arztes die weitergehende Herabsetzung und zinslose Stundung von fällig werdenden Steuern. Genauso gehen wir auch beim ärztlichen Versorgungswerk, der Krankenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und weiteren Stellen vor. Außerdem finden wir im Rahmen der angepassten Finanzplanung für Mediziner geeignete Finanzierungsinstrumente, um akute Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt Zuschüsse für freiberufliche Ärzte in Aussicht. Angekündigt sind 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten und 15.000 Euro bei bis zu 10 Beschäftigten. Ein Beschäftigter gilt hierbei als ein Vollzeitäquivalent. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Auch wenn diese Zahlung die von der Insolvenz bedrohte Arztpraxis alleine kaum retten wird, so stimmt zumindest die Richtung.

Auch die Länder haben eigene Förderprogramme aufgestellt. Diese reichen je nach Betriebsgröße und Bundesland von 3.000 Euro bis höchstens 30.000 Euro. Wir beobachten den gesamten Bereich der Soforthilfen laufend und unterstützen Ärzte bei der Inanspruchnahme.

2. Weiterbeschäftigung von Praxismitarbeitern mit dem Kurzarbeitergeld

Der Betrieb einer Arztpraxis funktioniert nur mit ausreichend Personal. Daher kümmern wir uns darum, dass Praxismitarbeiter Kurzarbeitergeld erhalten. Dadurch können Ärzte ihre Beschäftigten weiter bezahlen, ohne die Liquiditätsplanung ihrer Praxis zu gefährden. Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist für maximal zwölf Monate möglich.

Weiterhin prüfen wir arbeitsrechtliche Maßnahmen wie den Einsatz im Home-Office und “Offboarding” (gestalteter Trennungsprozess zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer).

3. Beschaffung von Fördermitteln

Es gibt viele Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise, die staatlich gefördert werden. Hier ist in erster Linie die Förderung für “Unternehmen in Schwierigkeiten” vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu nennen. Sie wird bundesweit angeboten. Gefördert werden Arztpraxen, die eine Unternehmensberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in Anspruch nehmen. In einem solchen Falle beträgt die Förderung bis zu 90 Prozent der Kosten, sodass Ärzte lediglich 10 Prozent selbst tragen.

Auch das BAFA-Förderprogramm “Förderung unternehmerischen Know-hows” ist für Praxisinhaber äußerst interessant. Hier wird die Unternehmensberatung bis zu einer Höhe von 4.000 Euro gefördert. Der Zuschuss wird dabei direkt auf das Konto des Beratungsunternehmen überwiesen, sodass Ärzte nicht in Vorleistung gehen müssen. Zudem ist kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner notwendig, was die Beantragung vereinfacht.

Neben den BAFA-Förderungen existieren weitere Fördermittel – auch auf Landes- und Kommunalebene. Wir verschaffen unseren ärztlichen Mandanten einen Überblick zu den bestehenden Fördermöglichkeiten und übernehmen die Beantragung.

Dokumentation der Belastungen

Wir raten Ärzten dazu, ihre Belastungen genau zu dokumentieren – etwa entfallende Arbeitsstunden von Mitarbeitern, abgesagte Patiententermine oder zusätzliche Kosten. Diese Informationen können später mit Blick auf mögliche Entschädigungen oder Anträge äußerst hilfreich sein.

Soforthilfe für Arztpraxen durch Monetaris

Gerade in Zeiten wie diesen wollen Ärzte für ihre Patienten da sein. Das Family Office von Monetaris hält mit seinem Corona-Krisenmanagement Praxisinhabern den Rücken frei. Wir unternehmen alle notwendigen Schritte, um unsere ärztlichen Mandanten und ihre Praxen wirtschaftlich zu schützen. Machen Sie jetzt den ersten Schritt: Kontaktieren Sie Ihren persönlichen Vermögensgestalter per E-Mail an info@monetaris.de.

Sämtliche Informationen zu dem vorstehenden redaktionellen Text wurden gemeinsam mit Christoph Hempel, Rechtsanwalt von der BOISSIER legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, erarbeitet.