Erfolgreiche Praxisübernahme: 6 gute Gründe, eine Praxis zu kaufen

Arzt überreicht einen Stift zum Unterschreiben eines Vertrags

Stellen Sie sich vor, Sie stünden abermals vor der Wahl: Niederlassung oder Anstellung. Wie würden Sie sich entscheiden? Für die meisten Ärzte fällt die Wahl jedenfalls auf das Angestelltenverhältnis, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung berichtet. Zu groß erscheint ihnen das Wagnis der Selbstständigkeit. Doch den vermeintlichen Risiken stehen große Vorteile entgegen, von welchen angestellte Ärzte nicht profitieren können.

Lesen Sie, welche triftigen Gründe für den Kauf einer Arztpraxis sprechen und warum die Praxisübernahme in Krisenzeiten besonders vielversprechend ist.

Vermeintliche Risiken

Doch warum tun sich (gerade jüngere) Ärzte so schwer damit, eine eigene Arztpraxis zu übernehmen oder selbst zu eröffnen? Zunächst genießt die Selbstständigkeit an sich den Ruf, besonders viel Arbeit zu verursachen – vor allem in den ersten Jahren. Viele Mediziner fürchten um ihre Work-Life-Balance. So ist es kein Wunder, dass ein Überschuss an Praxisabgebern existiert.

Darüber hinaus haben Ärzte in der Regel keinerlei betriebswirtschaftliche Ausbildung. Sie scheuen das unternehmerische Risiko. Die Kosten einer Praxisübernahme liegen laut arzt-wirtschaft.de je nach Fachrichtung bei 100.000 bis 300.000 Euro. Das dafür notwendige Kreditvolumen treibt Medizinern regelmäßig Sorgenfalten auf die Stirn. Neben der Insolvenz der Arztpraxis haben sie auch Angst vor der privaten Zahlungsunfähigkeit.

Nach dem Unternehmenskauf fürchten einige Mediziner zusätzlich um die Umsatzentwicklung und somit um die Liquidität ihrer Arztpraxis. Es gilt als üblich, dass nach der Praxisübernahme der Umsatz in den ersten Monaten um etwa 10 bis 20 Prozent zurückgeht. Diese Periode bereitet einigen Medizinern Angst, auch wenn sich der Umsatz bald wieder auf dem Niveau des Praxisabgebers einpendelt.

Auch allgemeine Strukturveränderungen im Gesundheitswesen mögen den einen oder anderen Arzt vom Praxiskauf abhalten. Insbesondere während der Corona-Krise sorgten im April 2020 kurzzeitig deutliche Honorarrückgänge bei niedergelassenen Medizinern für Aufsehen. Geschlossen wurden hingegen nur wenige Praxen.

Die 6 großen Vorteile einer Praxisübernahme

Bei genauerer Betrachtung sind die meisten (vermeintlichen) Risiken einer Praxisübernahme nicht haltbar oder übertrieben. Vielmehr existiert eine Reihe erheblicher Vorteile, welche Ärzte nur mit einer eigenen Praxis genießen können:

1. Mit der eigenen Praxis erheblich Steuern sparen
Der Arzt und seine Praxis profitieren von enormen Steuervorteilen. Hierzu gehören etwa die Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge für niedergelassene Ärzte oder die Steuergestaltung dank der richtigen Gewinnermittlung des Arztes. Während der angestellte Arzt viel Einkommensteuer entrichtet und von seinem Nettogehalt etwa ein Haus kauft, machen es Praxisinhaber genau andersherum: Sie erwerben beispielsweise eine Immobilie mit der Praxisgesellschaft, um unter anderem damit legal Steuern zu sparen.

2. Echte Work-Life-Balance nur in der Selbstständigkeit
Angestellte Mediziner mögen die bessere Work-Life-Balance für sich in Anspruch nehmen; dies ist indessen ein Trugschluss. Anders als zum Beispiel der Arzt im Krankenhaus, schließen Praxisinhaber ihre Türen immer pünktlich; denn es gibt feste Sprechzeiten. Er hat weder Dienste noch Schichten zu leisten. So mancher angestellte Arzt mag sich im Zuge der Corona-Krise nach einer eigenen Praxis sehnen.

3. Finanzierung der Praxis so günstig wie nie
Das Zinsniveau ist generell sehr niedrig. Auch die Konditionen für Unternehmenskredite sind aktuell – und waren schon vor der Corona-Krise – so günstig wie nie. Zudem weist gerade die Praxisübernahme aufgrund der wirtschaftlichen Kontinuität einen deutlich geringeren Umsatzrückgang als die Praxisgründung auf. Daher lohnt es sich für Ärzte, antizyklisch zu handeln, und gerade in scheinbar unsicheren Zeiten eine Praxis zu gründen.

4. Mit 60 als Arzt in Rente gehen
Die ärztlichen Versorgungswerke orientieren sich hinsichtlich des Rentenbeginns an der gesetzlichen Rentenversicherung. Das bedeutet für beschäftigte Mediziner aktuell die Rente mit 67 – Tendenz steigend. Diese Zahlen gelten zwar auch für Praxisinhaber; allerdings verfügen niedergelassene Mediziner weitaus mehr Flexibilität in ihrer Altersvorsorge. Sie können beispielsweise einen Arzt anstellen und selbst beruflich kürzertreten; sie können ihre Praxis verkaufen und anschließend von einem Beteiligungsmodell finanziell profitieren; oder aber sie haben in den Jahren zuvor bereits ein Vermögen aufgebaut und können sich Einschnitte in ihrer Pension leisten.

5. Selbstverwirklichung als niedergelassener Arzt
Berufliche Freiheit und Selbstverwirklichung sehen viele Ärzte lediglich in der Niederlassung. Doch in zahlreichen Gebieten Deutschlands herrscht eine Zulassungsbeschränkung. Eine Praxisübernahme stellt somit abseits der Privatpraxis oftmals die einzige Möglichkeit dar, eine eigene Arztpraxis zu führen.

6. Planungssicherheit dank der Praxisübernahme
Die Praxisübernahme verspricht gegenüber der Unternehmensgründung Planungssicherheit. Schließlich ist alles Wichtige bereits vorhanden: eine fertig eingerichtete Praxis, ein bestehender Patientenstamm und erfahrene Mitarbeiter. Vor allem die Suche nach geeignetem Praxispersonal wird zunehmend aufwändig und teuer. Somit bleibt bei einer Praxisübernahme die Kontinuität in der wirtschaftlichen und organisatorischen Praxisstruktur gewahrt. Dies schränkt das unternehmerische Risiko stark ein.

Einfache und erfolgreiche Praxisübernahme mit dem Family Office für Ärzte

Ob Praxisgründung oder Praxisübernahme – der Weg in die Selbstständigkeit erfordert auch einen bestimmten Typ von Arzt; und manch einer fühlt sich wohl in seiner Rolle als Rädchen im Getriebe. Doch entscheidet sich ein Mediziner für die Praxisübernahme, so sollte er sich unbedingt die notwendige Expertise holen. Dazu gehören etwa eine gute Steuerberatung, juristische Fachkenntnisse oder Erfahrung im Umgang mit Banken, um die besten Kreditkonditionen herauszuhandeln.

Die Geschäftsübernahme einer Praxis hört sich nach viel Aufwand an, ist sie aber nicht: Mit dem Family Office für Ärzte haben Mediziner bei Monetaris alle wichtigen Experten bereits an Bord. Sie brauchen keine unzähligen Termine in Kanzleien oder Banken, sondern einzig das Gespräch mit unserem persönlichen Vermögensgestalter. Nehmen Sie am besten noch heute Kontakt mit uns auf. Wir machen Ihre erfolgreiche Praxisübernahme möglich.

Obligatorischer Hinweis zur Rechts- und Steuerberatung

Sämtliche Informationen zu dem vorstehenden redaktionellen Text wurden gemeinsam mit der BOISSIER legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH erarbeitet. Damit ist keine Rechts- oder Steuerberatung durch Monetaris verbunden.

Der Autor: Niels C. Fleischhauer ist Gesellschafter für Unternehmenskommunikation von Monetaris