Wie sieht eine Finanzplanung für Mediziner aus?

Arzt am Schreibtisch mit Taschenrechner und Notebook

Die Finanzplanung (auch “Financial Planning”) ist die Erstellung eines Finanzplans für Privathaushalte, Unternehmen oder öffentliche Haushalte. Der Prozess der Finanzplanung orientiert sich dabei an konkreten Zielsetzungen.

Finanzplanung für Mediziner und andere Unternehmen

Im Falle von Unternehmen stellt die Finanzplanung einen wichtigen Teil der Unternehmensplanung dar. Ziel ist hierbei üblicherweise die Sicherung von Rentabilität und Liquidität. Dementsprechend sind zur Erstellung eines Finanzplans auch eine Kapitalbedarfsplanung und eine Liquiditätsplanung nötig. Als Resultat ergibt sich der zukünftige Kapitalbedarf durch Eigen- und Fremdfinanzierung sowie der zu erwartende Liquiditätsüberschuss des Betriebs.

Für Mediziner ergeben sich aus der Finanzplanung Antworten auf wichtige Fragen bezüglich ihrer Arztpraxis:

  • Wie hoch wird der Gewinn der Praxis tatsächlich ausfallen?
  • Wie steht es um die Liquidität der Praxis beziehungsweise das Cash Management?
  • Welche Höhe an Investitionen kann/sollte getätigt werden?
  • Wann droht der Arztpraxis die Insolvenz?

Private Finanzplanung

Bei der privaten Finanzplanung handelt es sich um die Erstellung eines Finanzplans für Privathaushalte, meist Familien. Auch die private Finanzplanung fußt auf den finanziellen Zielen des Auftraggebers. Ihr stehen grundsätzlich die gleichen Instrumente zur Verfügung wie der Finanzplanung für Unternehmen – zum Beispiel die Bilanz in Form einer Privatbilanz

Der erstellte Finanzplan prognostiziert die zukünftige Entwicklung von Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Verbindlichkeiten eines Privathaushalts. Nachfolgend dient er als Entscheidungsgrundlage für etwa Kapitalanlagen in Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder die Entscheidung, Geld für die Kinder anzulegen. Damit bildet die Finanzplanung einen bedeutenden Teil der Vermögensplanung

Maßgebliche Fragestellungen für Mediziner bei der privaten Finanzplanung sind beispielsweise:

  • Wie viel Geld steht dem Arzt aktuell als Privatperson zur Verfügung?
  • Wie steht es um den finanziellen Bedarf im Alter? Sollte der Mediziner mehr tun, um fürs Alter vorzusorgen?
  • Warum ist es Praxisinhabern unbedingt anzuraten, sich um eine betriebliche Altersvorsorge speziell für Ärzte zu kümmern?
  • Inwieweit kann ein Arzt seine Stunden reduzieren, ohne seine private Liquidität zu gefährden?
  • Wann droht dem Arzt die Privatinsolvenz?

Obligatorischer Hinweis zur Rechts- und Steuerberatung

Sämtliche Informationen zu dem vorstehenden redaktionellen Text wurden gemeinsam mit der BOISSIER legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH erarbeitet. Damit ist keine Rechts- oder Steuerberatung durch Monetaris verbunden.